Portraits

Zuhause dort, wo die Morgensonne in die Küche scheint, häufig auch im Surfraum bei Indesign und Photoshop, glücklich eine Grossmutter zu sein, interessiert an der Politik, Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Schweiz, aktiv in der Sektion Bern-Nord.
Noch vor ein paar Jahren wollte ich mit meinen HausgenossInnen die Welt verändern, heute möchte ich nur noch mithelfen, sie zu verbessern.
Ich bin zuversichtlich und es ist eine Freude dieser Entwcklung zuzuschauen, denn Frauen und junge Menschen mit einem bewussteren Lebensstil nehmen vermehrt positiven Einfluss in Gesellschaft und Politik.
Eine Alters-WG kann ich nach nun 20 Jahren experimentieren wärmstens empfehlen, sie lehrt uns demokratisch, tolerant und verträglich zu sein. Allerdings heisst es auch anpacken, die Arbeiten werden geteilt und wer wo was mach, könnt ihr unter dem Titel «Arbeitsgruppen» erfahren.
Die Pandemie hat unsere Gemeinschaft auf die Probe gestellt und der «einfache Nenner» lag nicht immer auf dem Tellerrand. Rückschauend aber  haben wir vieles richtig gemacht, z.B. das fast allabendliches Spielen um 17h mit Maske und Distanz. Auf diese Weise haben wir uns nicht ganz verloren.

 

Barbara Zohren

Ich wohne zu zweit im 2.OG Ost mit Dachschräge und geniesse jeden
Sonnenaufgang. Ab und zu sitze ich am Klavier, aber noch lieber mit Buch im Garten. Bin vierfache Grossmutter und stolz auf unsere Enkelkinder. Ausserdem bin ich immer noch angriffige Löwin. Ich bin nach wie vor absolut überzeugt von der Alters-WG-Idee und fühle mich nach
20 Genossenschaftsjahren und -erfahrung hier zuhause. Ich erlebe die tägliche Herausforderung in und mit der Gruppe als ständigen Lernprozess.
In der Coronasituation ist es besonders wichtig, dass die individuelle Freiheit zurückgestellt wird, zugunsten der Verantwortung in der Gemeinschaft - aus Rücksicht, aus Vorsicht, aus Solidarität.

 

Bettina Steinlin

Obwohl ich die Abendsonne liebe, scheint bei mir die Sonne am Morgen in die Wohnung, obwohl ich verriegelte Türen nicht ausstehen kann, lebe ich im Parterre und obwohl ich mit Zahlen auf Kriegsfuss stehe, wurde ich in die Finanzgruppe delegiert. Dennoch möchte ich das alles nicht missen. Das Zusammenleben ist manchmal schwierig, gelegentlich mühsam, stets eine Herausforderung - oft aber auch einfach sehr lustig und bereichernd.

Mein Tag beginnt mit einem Kaffee und mindestens einer Zeitung, ich lese gern und kann in Büchern versinken, ich liebe engagierte Diskussionen, interessiere mich für andere Menschen und immer noch und immer wieder neu für Geschichte und Politik. Dies ist mein beschauliches Leben. Es gibt aber auch das Andere: Mit Freundinnen und Freunden, Kindern und Enkelkindern in einem wilden Durcheinander der Generationen und Temperamente im grossen Engadinerhaus. Oder unterwegs, zu Fuss, mit dem Flyer, mit Zug, Schiff oder Auto im Norden und Süden, Osten und Westen. Am Schönsten ist es, wenn die Balance stimmt.

 

Regula Willi

Verheiratet mit Fritz Muchenberger; Mutter und aktive Grossmutter, Meditationslehrerin. Ich bin immer noch gern in Bewegung mit dem Tennisschläger, im Turnen, mit dem (Elektro-)Velo, auf Skiern und Skitouren und natürlich in der Aare vor dem Haus. Interessiert an psychologischen, gesellschaftlichen, naturwissenschaftlichen und kulturellen Fragen. Im Stürlerhaus engagiert als Co-Präsidentin und im Garten.

 

Ruth Falb

Sekundarlehrerin, phil.nat., Kunstliebhaberin, Theaterfreak, passionierte Grossmutter, kocht lieber als Protokolle zu  schreiben, hat nichts mit dem PC am Hut, liest trotzdem mit Tolino.

 

Pia Sieber

Als Ostschweizerin und Mutter von drei Töchtern und fünf Enkelkindern lebt sie seit 1971 in Bern. Verschiedene glückliche Fügungen führten sie kurz vor dem Ende der Berufstätigkeit als Sozialarbeiterin 2002 ins Stürlerhaus am Altenberg. Seither, und wenn sie nicht gerade auf Reisen ist, zieht sie durch den Garten und sorgt für Blumen und Kräuter. Für die Gemeinschaftsküche kauft sie Zucker, Salz, Oel und Essig ein damit das Zusammenleben würzig bleibt.

Als begeisterte Grossmutter begleitet sie an manchen Tagen die Enkelkinder durch ihren Alltag, wenn die Eltern bei der Arbeit sind. Mit ihrer Kamera hält sie alles fest, als ob nichts vergänglich wäre und sie die Ewigkeit einfangen könnte. In der Stürlergemeinschaft schätzt sie das freundschaftliche Miteinander, die Anregung und den Austausch über Kultur, Politik und Alltagsthemen. Nach 17 Jahren Erfahrung würde sie keine andere Wohnform im Alter mehr wählen.

 

Richard Hehl

Orthopaedischer Chirurg und Handchirurg im Ruhestand. Jetzt überzeugter Vertreter der Genossenschaftsidee beim Zusammenwohnen und –leben in
der zweiten Lebenshälfte.

Erfreut über alles, was das Leben allgemein und zu zweit mit Margareta an Schönem bietet, und über die weitere Entwicklung und Vermehrung seiner grossen Familie.

Interessiert an Kunst, Kultur und Politik in der Schweiz und auf der Welt; aber wenig erfreut über Elend und menschenverachtendes Unrecht. Immer noch aktiv in der medizinischen, humanitären Entwicklungshilfe im Vorstand der «Leprahilfe Emmaus Schweiz» und zusammen mit Margareta mit kleinem aber wirksamem Projekt zum Aufbau der Physiotherapieausbildung in Nepal.

 

Fritz Muchenberger

Geboren 1946 in Binningen BL. Neben seiner Frau Regula liebt er das ruhige Wasser. Seit 2007 ist er an Parkinson erkrankt. Bewegung ist für Ihn das A und O, mit Vorliebe auf dem e-Bike.  Schach spielen und Jassen helfen ihm über die Runden zu kommen.

 

Helmut Zohren

Er liebt es, handwerklich zu arbeiten, kümmert sich deshalb um den Unterhalt des Hauses und ist relativ oft im grosszügigen Werkraum im Soussol anzutreffen, wo er sich mit Material, Werkzeugen und Maschinen beschäftigt. Weitere Interessen sind die meist zu kurz kommenden Themen EDV, ökologische und soziale Fragen.

 

Ruedi Moor

Als jüngstes Stürlerhausmitglied bin ich - trotz gelegentlichem Hochwasser - überzeugt vom «Zämeläbe» hier am Fluss. Weil ich das klare Aarewasser

bevorzuge, versuche ich auch in der Gruppe zur Klarheit beizutragen, ohne Unklarheiten und Irritationen gering zu schätzen. Manchmal findet man mich auch etwas weiter flussabwärts in der Fischerhütte.